Basel* An den 4. Internationalen Lourié-Tagen in Basel wird ein lange vergessener russischer Komponist wiederentdeckt. Lourié war Volkskommissar für Musik, als er 1922 vor den Bolschewiken ins Exil flüchtete. Dafür wurden seine Werke totgeschwiegen. Die Arthur Lourié Gesellschaft setzt sich nun mit Konzerten für die Wiederentdeckung des Komponisten ein.
Eine von vielen Preziosen der 4. Internationalen Lourié-Tage in Basel ist die Uraufführung von Arthur Louriés “4 Chansons Populaires de Basse Bretagne”. Eine Uraufführung mit “Verspätung”, Arthur Lourié schrieb das Stück schon 1920 und in einer zweiten Fassungen 1931.
Arthur Lourié (1892–1966) wuchs in der ukrainischen Hafenstadt Odessa auf und absolvierte das Sankt Petersburger Konservatorium.
1918 wurde er zum Volkskommissar für Musik ernannt, was man heute als Kulturminister bezeichnen würde.
Als die Bolschewiki immer mehr Künstler “beseitigten”, flüchtete Lourié 1922 ins Exil. Seitdem wurde er in der Sowjetunion als einer der ranghöchsten Emigranten gnadenlos totgeschwiegen und blieb auch nach Auflösung der Sowjetunion vergessen.
Die Arthur Lourié Gesellschaft Basel setzt sich nun seit einigen Jahren ein für die Verbreitung und das Verständnis der Werke des Komponisten Arthur Lourié in Konzerten, in Publikationen, in den Medien und in kulturellem Austausch. Dazu gehören auch die Internationalen Lourié-Tage, welche 2008 zum vierten Mal stattfinden und heute abend mit der Uraufführung der “4 Chansons Populaires de Basse Bretagne” einen krönenden Abschluss finden.
Begleitet wird die Uraufführung von einem Referat über “Gauguin in der Bretagne und die Russische Avantgarde” vom Autor Jürg Vollmer und der Kunsthistorikerin Elena Vollmer-Orlova. Das Referat finden Sie am Freitag hier im Internet-Magazin und am Wochenende auch im neuen Krusenstern-Podcast (die direkten Links folgen).
Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Arthur Lourié Gesellschaft sowie Wikipedia (de/engl/rus/ukr) und Britannica Online (engl).
Personalities: Arthur Lourié
Copyrights:
© Fotos: Russisches Museum, Sankt Petersburg *
Государственный Русский музей
Trotzdem kann der Text unvollständige Fakten oder nicht korrekte Angaben enthalten, die bei entsprechenden Rückmeldungen selbstverständlich umgehend korrigiert werden.

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