Moskau * Krusenstern sucht die besten iPhone-Applikationen für Russland, Belarus & Ukraine, weil schon über 1 Million iPhones in den Netzen der russischsprachigen Mobilfunkanbieter telefonieren. Aber auch für Touristen ist das Kult-Mobiltelefon eine grosse Hilfe: Unter anderem mit interaktiven Metro-Fahrplänen für Moskau, Sankt Petersburg, Minsk und Kiew.

iPhone Applikationen Russisch.

iPhone-Applikationen für die Metros in Russland, Belarus & Ukraine.

Schon über 1 Million iPhones “sprechen” Russisch

Seit dem 2. Oktober 2008 und damit seit vier Monaten ist das iPhone in Russland und in der Ukraine offiziell im Verkauf. Die offiziellen Vertriebspartner sind in Russland mit Mobile Telesystems MTS, VimpelCom (mit Beeline) und MegaFon, in der Ukraine ebenfalls Mobile Telesystems MTS (mit mehr als 85 Mio. Mobilfunkkunden der grösste Mobilfunkanbieter Osteuropas) und KievStar.

Die offiziellen Verkaufszahlen sind leider nicht bekannt, in Russland und der Ukraine sollen aber bis heute rund 1 Million iPhones verkauft worden sein. Drei Viertel davon dürften entsperrte iPhones sein, sogar Russlands Präsident Dmitri Medwedew soll im vergangenen Jahr mit einem entsperrten iPhone telefoniert haben.

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Für viele Russen und Ukrainer, aber auch für Touristen, ist das Kult-Mobiltelefon mit seinen unzähligen Applikationen eine grosse Hilfe. So können über den iTunes-Store unter anderem interaktive Sprachkurse und Übersetzungshilfen für Russisch auf das iPhone geladen werden.

Schon über 1 Million iPhones “sprechen” Russisch

Seit dem 2. Oktober 2008 und damit seit vier Monaten ist das iPhone in Russland und in der Ukraine offiziell im Verkauf. Die offiziellen Vertriebspartner sind in Russland mit Mobile Telesystems MTS, VimpelCom (mit Beeline) und MegaFon, in der Ukraine ebenfalls Mobile Telesystems MTS (mit mehr als 85 Mio. Mobilfunkkunden der grösste Mobilfunkanbieter Osteuropas) und KievStar.

Die offiziellen Verkaufszahlen sind leider nicht bekannt, in Russland und der Ukraine sollen aber bis heute rund 1 Million iPhones verkauft worden sein. Drei Viertel davon dürften entsperrte iPhones sein, sogar Russlands Präsident Dmitri Medwedew soll im vergangenen Jahr mit einem entsperrten iPhone telefoniert haben. Für viele Russen und Ukrainer, aber auch für Touristen, ist das Kult-Mobiltelefon mit seinen unzähligen Applikationen eine grosse Hilfe. So können über den iTunes-Store unter anderem interaktive Metro-Fahrpläne auf das iPhone geladen werden.

Das Streckennetz der Moskauer Metro auf dem iPhone.

Die Moskauer Metro auf dem iPhone.


Mit dem iPhone unterwegs in Russland und der Ukraine

Wer jemals während der Stosszeit in der Moskauer Metro * Московское метро schnell (!) eine der 177 Stationen suchen musste, der kann das Wort Stress perfekt definieren. Alleine die Linie 9 Serpuchowsko-Timirjasewskaja zählt 25 Stationen auf 41,5 Kilometer Länge.

Zur Not hilft, dass in der Moskauer Metro die Ansagen von weiblichen und männlichen Stimmen gesprochen werden. In den Zügen in Richtung des Stadtzentrums macht eine männliche Stimme die Ansage, in Stadtrandrichtung eine weibliche Stimme. Gewechselt wird jeweils bei der dem Kreml am nächsten liegenden Station. Auf der Ringlinie wiederum werden die Stationen der Linien im Uhrzeigersinn von einer männlichen Stimme angesagt, in Gegenuhrzeigersinn von einer weiblichen Stimme.

Metro * Метро: Genialer Fahrplan für die Moskauer Metro auf dem iPhone

Zuverlässiger sind da schon zwei geniale kleine Applikation auf dem iPhone. Die erste Applikation, Metro * Метро für EURO 3.99, zeigt das Streckennetz der Moskauer Metro wahlweise in lateinischer Schrift (mit englischer Transkription) und in kyrillischer Schrift.

Interessant wird es aber erst, wenn man “Connections” antippt: Dann erscheinen die zwölf Moskauer Metro-Linien, aus denen man sich zum Beispiel die Linie 9 aussuchen kann. Nun sind alle 25 Stationen dieser Linie aufgereiht, jeweils mit den Anschlusslinien. An der Station Sevastopolskaya der Linie 9 kann man zum Beispiel auf die kürzeste Moskauer Linie 11 umsteigen, um zur Station Varshavskaya und dem gleichnamigen Bahnhof zu gelangen.

Umgekehrt kann man die Stationen Sewastopolskaja und Varshavskaya auch über die “Suche” finden – englische Schreibweise vorausgesetzt, also Sevastopolskaya (das iPhone hilft aber, indem es schon nach den ersten Buchstaben die möglichen Stationen zur Auswahl anbietet). Einfach, aber nützlich.

iMetro: Fahrpläne für 16 Städte der Ex-Sowjetunion auf dem iPhone

Die Applikation iMetro für EURO 3.99 bringt sogar die Metro-Fahrpläne für 16 Städte der ehemaligen Sowjetunion in das iPhone:

  • In Russland für die Städte Moskau, Sankt Petersburg, Ekaterinburg, Kazan, Nischni Nowgorod, Nowosibirsk, Samara und Wolgograd.
  • In Belarus für Minsk.
  • In der Ukraine für Kiew, Dnepropetrowsk, Karkow und Kriwoi Rog.
  • In Aserbeidschan die Hauptstadt Baku.
  • In Armenien die Hauptstadt Eriwan.
  • In Georgien die Hauptstadt Tiflis.
  • In Usbekistan die Hauptstadt Taschkent.

Bei iMetro muss man leider auf die “Connection”-Funktion und die praktische “Suche” nach Stationen verzichten. Dafür kann man aber auf der iMetro-Website die Funktionen auch ohne iPhone testen. So richtig Sinn machen beide Applikationen aber nur, wenn man sie als Reisender auf dem iPhone schnell und unkompliziert nutzen kann, wie ich in Moskau und Kiew begeistert feststellen konnte.

Exotische iPhone-Applikation: iFlag Russia 3D

Zu den eher exotischen iPhone-Applikationen für Russland-Reisende zählt iFlag Russia – 3D Flag für EURO 0.79, welche man auf der iFlag-Website testen kann. Sie zeigt die im Wind flatternde russische Flagge, welche man mit Fingerbewegungen auf dem iPhone-Bildschirm bewegen kann. Bei zweimaligem Tippen des Bildschirms wird dazu sogar die russische Nationalhyme gespielt.

Diese Applikation ist natürlich eine weitgehend sinnfreie Spielerei (also nur für Männer). Höchstens geplagten Schülern könnte sie Nutzen bringen, wenn diese bei einer Prüfungsfrage nach den Farben der Trikolore in den panslawischen Farben den berühmten KGB-Merksatz vergessen haben: Красный Голубой БелыйKrasnii Goluboi Welii, abgekürzt KGB oder in Deutsch (von unten) Rot Blau Weiss.


About this story:

Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Mobile Telesystems MTS, VimpelCom (mit Beeline), MegaFon und KievStar, iMetro-Website.

Personalities: Dmitri Medwedew.

Copyrights: © Fotos: Jürg Vollmer / Krusenstern.

Trotz sorgfältiger Recherche kann der Text unvollständige Fakten oder nicht korrekte Angaben enthalten, die bei Rückmeldungen selbstverständlich umgehend korrigiert werden.

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