iPhoneography Schweiz nennt sich eine Gruppe von Schweizer iPhone-Foto-Enthusiasten. Mit dem iPhone werden die Fotos bearbeitet und via Twitter, Facebook, Flickr und andere Portale publiziert.

iPhoneography-Workshop im Apple Store Zürich 06 (rechts: Dominique Jost)

Dominique Jost (rechts) beim ersten iPhoneography-Workshop
im Apple Store in Zürich.

(Foto: Jürg Vollmer / krusenstern.ch)

Als die ersten iPhone 3G am 11. Juli 2008 in der Schweiz auf den Markt kamen, war die integrierten 2-Megapixel-Kamerasensoren und das grottenschlechte Objektiv so ziemlich der letzte Grund, dieses Smartphone zu kaufen. Der 3,5 Zoll Multi-Touch-Widescreen-Display (8,89 cm Diagonale) riss Fotografen auch nicht gerade vom Hocker.

Trotzdem erkundeten schon bald die ersten Enthusiasten die Grenzen der integrierten iPhone-Kamera und freuten sich über jedes neue Modell, zeigten doch das iPhone 3GS immerhin 3 und das aktuelle iPhone 4 «schon» 5 Megapixel. Die nächste Generation, das iPhone 5, soll im September 2011 mit 8 Megapixel und einem 4 Zoll Display kommen. Für ambitionierte Amateur- und experimentierfreudige Profi-Fotografen ein Grund zur Freude!

iPhoneography auf den Spuren der Leica-Fotografen

International hat sich nämlich eine Community von iPhone-Fotografen gebildet, welche die iPhoneography pflegen. Diese iPhoneography-Enthusiasten kultivieren die physikalischen Einschränkungen ihres kleinen iPhone und machen sich den «Leica-Effekt» zu nutze: iPhoneography erinnert oft an die 1950er bis 1970er-Jahre, als die Reportage-Fotografen mit ihren unauffälligen Leica M-Kameras den «entscheidenden Augenblick» und eine möglichst perfekte Bildkomposition suchten.

Die Theorie des «entscheidenden Augenblickes» prägte Henri Cartier-Bresson 1952: «Man nähert sich auf leisen Sohlen, auch wenn es sich um ein Stillleben handelt. Auf Samtpfoten muss man gehen und ein scharfes Auge haben. (…) Kein Blitzlicht, das versteht sich wohl, aus Rücksicht vor dem Licht, selbst wenn es dunkel ist. (…) Das Handwerk hängt stark von den Beziehungen ab, die man mit den Menschen herstellen kann. Ein Wort kann alles verderben, alle verkrampfen und machen dicht.»

Zum «entscheidenden Augenblick» und der perfekten Bildkomposition kommt in der iPhoneography die Unmittelbarkeit: In der iPhoneography werden die Bilder mit dem iPhone fotografiert und mit Apps direkt vor Ort bearbeitet. Unmittelbar danach können die Fotos via Twitter, Facebook, Flickr und andere Portale sofort mit Freunden geteilt werden.

iPhoneography Schweiz

Am 13. Mai 2011 versammelten sich in Zürich einige iPhoneography-Enthusiasten im Apple Store zu einem Workshop, den Dominique Jost und Roman Keller leiteten. Dabei stellten sie fest, dass die Schweizer iPhoneography-Community sehr überschaubar und kaum vernetzt ist.

Noch am gleichen Abend gründeten deshalb die Teilnehmer auf dem Flickr-Portal die iPhoneography Schweiz-Gruppe mit dem Ziel, den Kontakt der (noch) wenigen ambitionierten iPhoneographen in der Schweiz zu fördern.

Jedes iPhoneography Schweiz-Mitglied kann täglich maximal 10 Fotos hochladen, die von den anderen Gruppenmitgliedern und interessierten Besuchern diskutiert werden. Parallel dazu werde ich hier in krusenstern.ch regelmässig Artikel und Fotos rund um die iPhoneography publizieren und die Domain www.iphoneography.ch ist schon reserviert, wenn das Bedürfnis nach mehr besteht… (Nachtrag: Die iPhoneography Schweiz-Website).

In den nächsten Monaten wird iPhoneography Schweiz zudem Ausflüge organisieren, bei denen die Teilnehmer gemeinsam ein Thema oder ein Tool mit dem iPhone entdecken, die Fotos mit den iPhone-Apps bearbeiten und sie sofort in die iPhoneography Schweiz-Gruppe hochladen. Gleich vor Ort und anschliessend in Flickr soll über die Fotos und/oder die Tools diskutiert werden.

Websites von iPhoneography Schweiz

One Response to “iPhoneography Schweiz, die iPhone-Foto-Enthusiasten”

  1. [...] später als früh. Offenbar wurde laut Jürg Vollmer an dem Abend auch gleich noch Swiss iPhoneography gegründet. Obwohl ich lieber digital (mit [...]

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