Bern * Den 460. Jahrestag des Russischen aussenpolitischen Dienstes feierte die Botschaft der Russischen Föderation in der Schweiz. Rund 100 Vertreter des internationalen diplomatischen Corps und aus dem schweizerischen Aussenministerium EDA waren geladen. Höhepunkte waren der Auftritt der Sopranistin Jelena Bulavko und eine Ausstellung über den russischen Diplomaten mit schweizerischen Wurzeln Alexander Jomini.

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Russische Botschaft lädt zum 460. Jahrestag der russischen Diplomatie

Rund 100 geladene Gäste konnte der Botschafter der Russischen Föderation in Bern, Igor Bratchikow, zum 460. Jahrestag der Gründung des Russischen aussenpolitischen Dienstes in seiner Residenz in der schweizerischen Hauptstadt begrüssen. Im Februar 1549 wurde auf Anordnung von Zar Iwan IV. das erste Aussenpolitische Amt * Посольский приказ gegründet. Diplomatie wurde damals noch mit Schwertern und Musketen betrieben, wie der Übername von Iwan IV. belegt, dem “Furchteinflössenden”.

Ganz anders 460 Jahre später: Die Merkmale des diplomatischen Dienstes Russlands seien heute “Unvoreingenommenheit, Konsequenz und Grundsätzlichkeit bei der Verteidigung der nationalen Interessen, Verzicht auf die Konfrontation und Einstellung auf die Suche nach den Kompromisslösungen in den komplizierten Fragen sowie ein hohes intellektuelles und berufliches Niveau”, betonte Botschafter Igor Bratchikov * Игорь Борисович Братчиков.

Alexander Jomini: Russischer Diplomat mit schweizerischen Wurzeln

Zum zweiten Mal wurden zu diesem offiziellen russischen Feiertag auch Vertreter des internationalen diplomatischen Corps und des schweizerischen Aussenministeriums EDA eingeladen. Insgesamt rund 100 hochkarätige Gäste liessen sich von einem opulenten russischen Büffet und dem Auftritt der Sopranistin Jelena Bulavko verzaubern.

In einem Rückblick auf die Entwicklung des Russischen aussenpolitischen Dienstes beleuchtete Botschafter Bratchikov das Leben von Baron Alexander Jomini, dem Sohn des aus der Schweiz stammenden russischen Generals und einflussreichen Militärtheoretikers Antoine-Henri Jomini, welcher die Militärdoktrinen des 19. Jahrhunderts entscheidend prägte. Antoine-Henri Jomini * Генрих Жомини regte auch die Gründung der Militärakademie von Sankt Petersburg an und war Berater von Zar Nikolaus I. im Krieg gegen die Türken und die Franzosen.

Wie sein Vater arbeitete Alexander Jomini * Александр Генрихович Жомини als hochrangiger Diplomat für das russische Aussenministerium – und als brillanter Verfasser zahlreicher Staatsverträge. Nach dem Krim-Krieg von 1853 bis 1856 schrieb Jomini zudem ein Aufsehen erregendes Essay, welches er erst nach 11 Jahren und nur anonym veröffentlichen konnte: “Etude diplomatique sur la guerre de Crimée par un ancien Diplomate”. In der Botschaft der Russischen Föderation in Bern ist in den nächsten Wochen eine kleine aber feine Ausstellung über Baron Alexander Jomini zu sehen.


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Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Botschaft der Russischen Föderation.

Personalities: Igor Bratchikov * Игорь Борисович Братчиков, Jelena Bulavko, Alexander Jomini * Александр Генрихович Жомини, Antoine-Henri Jomini * Генрих Жомини.

Copyrights: © Fotos: Jürg Vollmer / Krusenstern.

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