Wie zuverlässig und wie sicher ist das Arbeiten „in the cloud“ oder Cloud Computing für einen Journalisten? Für das schweizerische Pressebüro maiak.info schreibe ich seit Juni 2009 Hintergrundberichte über Russland, Belarus und die Ukraine und bin dabei naturgemäss viel unterwegs. Mein Equipment – Hardware und Software – ist die Summe vieler Erfahrungen im professionellen Einsatz unter oft schwierigen Bedingungen. Eine Bestandesaufnahme.

Jürg Vollmer, Chefredakteur von maiak

Was bedeutet “in the cloud” oder Cloud Computing?

Wie so oft, wenn neue (Kommunikations-)Infrastrukturen entstehen, gibt es auch für das Arbeiten “in the cloud” noch keine exakte Definition. Einfach gesagt, ist Cloud Computing eine Infrastruktur aus Anwendungen und Daten, die nicht lokal auf (m)einem Rechner gespeichert, sondern in einer virtuellen Wolke über verschiedene Systeme im Internet verteilt sind.

Diese Anwendungen können einfache Software oder vollständige Betriebssysteme sein, die On-Demand zur Verfügung gestellt und bei denen nur die tatsächliche Nutzung abgerechnet wird. Grundsätzlich ist Cloud Computing ein skalierbares und elastisches SaaS-Prinzip (Software as a Service), die Plattform wie die Dienstleistung können nach Bedarf vergrössert (beziehungsweise verkleinert) werden.

Mein Pflichtenheft für Cloud Computing

On the road. Vom Redaktionsbüro in Zürich fahre ich oft mit dem superkomfortablen ICN-Neigezug in die Bundesstadt Bern und in die UNO-City Genf für Informationsgespräche und Interviews mit russischsprachigen Politikern. Dazu kommen regelmässige Flüge nach Russland, Belarus und in die Ukraine.

Innerhalb dieser drei russischsprachigen Länder bin ich unterwegs mit topmodernen Regionalflugzeugen und plüschig-nostalgischen Nachtzügen, mit der rumpelnden Elektritschka (Vorortszug) und den vollgestopften Marschrutki (Kleinbus-Sammeltaxi).

Schon im Jahre 2000 hatte ich beschlossen, als journalistischer Nomade mein ganzes “Büro” auf dem MacBook (vor 2006 ein PowerBook) mit mir zu führen. Alles, was nicht sowieso schon in Datenform vorhanden ist, wird seither eingescannt. 2008 verlagerte ich mein “Büro” von der Festplatte ins Internet — in the cloud.

Aber auch in dieser virtuellen Wolke braucht es handfestes Equipment, für das ich folgendes Pflichtenheft erstellt habe:

  • Die Hardware muss leicht, kompakt und robust sein.
  • Die Software inklusive Browser und browserbasierte Software muss schnell, sicher und zuverlässig sein.
  • Meine Daten und Dokumente müssen geschützt sein, gleichzeitig muss ich jederzeit und überall darauf zugreifen können.

Die Hardware

iMac

Im Redaktionsbüro und im Home Office stehen je ein iMac mit 24 Zoll-Bildschirm (und eine Nespresso-Maschine) bis zum Glühen im Dauereinsatz. Unterwegs ist mein “Büro” eine SwissGear Signal Notebook-Tasche von Wenger.

MacBook Air

Darin steckt — 30 Tage im Standby-Modus — ein neues 13-Zoll MacBook Air mit 128 Gigabyte Flash-Speicher. Es ist klein, 1300 Gramm leicht, lautlos und mit dem Aufklappen des Displays sofort einsatzbereit, damit ich unterwegs bis sieben Stunden schreiben kann. Seine Bildschirmauflösung von 1440 × 900 Pixel hält mit dem 15-Zoll Macbook Pro mit, so dass ich auch meine Fotos on the road bearbeite.

WLAN-Hotspot Huawei E585

Wo ich in Russland, Belarus und der Ukraine auch bin, ich errichte mir einen eigenen Internetzugang mit dem mobilen WLAN-Hotspot Huawei E585 und Prepaid SIM-Karten des jeweiligen Landes. Der 90 Gramm leichte MiFi-Router läuft mit einer Batterieladung bis sieben Stunden, exakt so lange wie der Akku des MacBook Air.

iPhone

Über den MiFi-Router sendet in Russland, Belarus und der Ukraine so oft wie möglich auch mein iPhone, sonst würde mich der Datentransfer ins Armenhaus bringen. Denn ich nutze extensiv SMS und Twitter, die Kamera mit Flickr-Upload, Scanner Pro mit Evernote- und Dropbox-Upload, miCal, die jeweilige Metro-App und den Lonely Planet City Guide, die NZZ Online und die (Schweizer) Radio DRS-App. Gelegentlich nutze ich das iPhone sogar für Telefongespräche…

Mobiltelefon mit Prepaid SIM-Karten

Für die meisten Telefongespräche in Russland, Belarus und der Ukraine verwende ich aber ein simples Siemens-Handy mit verschiedenen Prepaid SIM-Karten. Diese haben den Nebeneffekt, dass ich damit kaum zu orten bin, was bei Hinterhof-Gesprächen mit Oppositionspolitikern und Nichtregierungsorganisationen ungemein beruhigend wirkt.

USB-”Schlüssel” und mobile Festplatte von LaCie

Wobei ich mich nicht beklagen kann. Als Schweizer Journalist werde ich von den Behörden in Russland, Belarus und der Ukraine respektiert. Aber man muss ja nicht sein ganzes Wissen auf dem Silbertablett präsentieren — eine silberne LaCie Starck Mobile USB 3.0-Festplatte mit 500 GB scheint mir zweckmässiger. Diese mobile Festplatte ist 330 Gramm leicht und verschlüsselt sensible Daten wenn nötig mit TrueCrypt.

Am Schlüsselbund hängt zudem ein unauffälliger 32GB USB Camouflage-”Schlüssel” von LaCie, auf den ich im Büro einer russischen Nichtregierungsorganisation auch schon mal sensible Daten to go gespeichert habe. Wenn es doch einmal zu einer unfreundlichen Begegnung der uniformierten Art kommen sollte, ist der “Schlüssel” auf den ersten Blick Camouflage genug und sensible Daten sind auch hier mit TrueCrypt verschlüsselt.

Livescribe Echo Smartpen

Bei freundlichen Begegnungen mit Politikern und Wirtschaftsvertretern aus Russland, Belarus und der Ukraine nimmt der Livescribe Echo Smartpen das Gespräch mit einem integrierten Mikrofon auf und zeichnet gleichzeitig die Schreibbewegungen auf dem speziellen Notizblock mit einer Infrarotkamera in der Spitze auf.

Nach dem Interview lege ich den Stift in die Dockingstation, welche die Daten über USB auf mein MacBook Air lädt. In den Audioaufnahmen kann ich navigieren, indem ich auf ein Wort im Notizblock klicke. Meine schriftlichen Notizen sind so fix mit dem Audio-Protokoll verknüpft.

Bei solchen Gesprächen drängt immer die Zeit (“Sie haben 15 Minuten!”) und Sprachprobleme können gerade bei komplexen Wirtschaftsthemen zu Missverständnissen führen. Mit dem Smartpen kann ich missverständliche Passagen nachhören und Fakten korrekt zitieren. Und es hat sich nachträglich noch kein Politiker beschwert, dass ich seine Zitate wortgetreu wiedergegeben habe.

Die Software, Browser etc.

Meine “Schaltzentrale” für den ganzen Input und Output von Informationen ist Google. Der Google Chrome Browser synchronisiert automatisch zwischen meinen Macs, von den Erweiterungen bis zu den Lesezeichen. Synchronisiert werden auch der Google Kalender, Google Docs und der Google Reader.

Gmail

Alle E-Mails von der Domain-eigenen Adresse … @maiak.info werden auf einen Gmail-Account umgeleitet, zu dem ich von jedem meiner Geräte Zugriff habe, auch vom iPhone.

Google Reader (mit Reeder)

Die RSS-Feeds lese ich auf MacBook Air und iPhone mit dem Reeder (der mit Google Reader synchronisiert) des Schweizer Entwicklers Silvio Rizzi. Bei 130 RSS-Abonnements kommt da einiges zusammen: Von den Meldungen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti über die Websites/Weblogs von Oppositionspolitikern und Nichtregierungsorganisationen bis zur Russland-Berichterstattung deutschsprachiger und angelsächsischer Medien.

Google Alerts

Im Reeder lese ich auch meine 50 Google Alerts. Damit suche ich gezielt zu von mir definierten Themen Online-Nachrichtenbeiträge, wobei neben einigen Dauerbrennern andere Themen häufig wechseln.

Twitter

Auf Twitter folge ich gezielt 270 “Informanten”, von denen die meisten Auslandsredakteure, Moskau-Korrespondenten, Politiker, Historiker oder Slawisten sind. Entsprechend ist der Input meiner Timeline stark fokussiert auf Russland, Belarus und die Ukraine. Auch meine eigenen (bisher 3500) Tweets als @maiakinfo sind auf diese Länder fokussiert.

Erstklassiger Input über das Web

RSS-Feeds, Google Alerts und Twitter — viele dieser Quellen aus dem Web sind sehr zeitnah und unmittelbar. Tweets und Live-Videos direkt aus Demonstrationen zum Beispiel, sind emotional und deshalb nicht immer zum Nennwert zu nehmen, bieten aber ein gutes Stimmungsbild.

Einen erstklassigen Input ausserhalb der Tagesaktualität von Twitter & Co. bieten die Online-Portale und viele Weblogs im russischsprachigen RuNet. Zudem gibt es in der angelsächsischen Web-Welt eine Reihe erstklassiger Russland-Journalisten, die Twitter und Weblogs aktiv als Plattform für ihre Arbeit nutzen.

Evernote

Den ganzen Informations-Input “verarbeite” ich fortwährend. Unterwegs gibt es immer wieder Wartezeiten, die ich so sinnvoll überbrücken kann. Relevante Informationen selektioniere und speichere ich mit dem Web-Clipper von Evernote in thematisch geordnete Notizbücher. Jede Notiz verschlagworte ich zusätzlich mit Tags, wobei der Begriff Notiz irreführend ist, das können mitunter ganze Diplomarbeiten sein.

Evernote synchronisiert automatisch zwischen der Web-Plattform, meinen verschiedenen Macs und dem iPhone. Evernote speichert meine Notizen also auch auf meiner Festplatte, so dass sie nicht verschwinden, selbst wenn das kalifornische Unternehmen für immer den Stecker rauszieht.

Evernote ist der einzige Dienst in the cloud, der mir trotzdem Sorgenfalten beschert: Ich nutze Evernote seit Herbst 2008 und noch habe ich keine Möglichkeit gefunden, das komplette Archiv mit meinen unzähligen Notizen, allen Notizbüchern und Tags auf eine andere Plattform oder in irgendeiner anderen Art zu sichern. Umgekehrt ist Evernote ein geniales Recherche-Tool, ohne das ich mir meine Arbeit gar nicht mehr vorstellen kann.

Wenn ich einen Hintergrundbericht schreibe, erstelle ich mir zuerst in Evernote ein neues Notizbuch zum Thema und darin einen Arbeitsplan (mit Checkbox). Dann suche ich über die Schlagworte schon früher angelegte Evernote-Notizen zu diesem Thema (Medienberichte und Weblog-Postings aus dem Reeder etc.) und speichere diese im neuen Notizbuch.

In der Literatur-Suchmaschine Worldcat suche ich nach einschlägiger Literatur, die ich mit ISBN-Nummer über den Web-Clipper in das entsprechende Notizbuch kopiere, verschlagworte und wenn sinnvoll (quer-)lese.

Danach suche ich einfach alles zum Thema: Info-Grafiken, Fotos (auch von Whiteboards, Evernote hat eine Text-in-Bild-Erkennung!), Audio-Files, PDF (z.B. von Diplomarbeiten), gescannte Handnotizen und Visitenkarten (nach Interviews). Alle diese Informationen kopiere ich in das entsprechende Notizbuch und verschlagworte sie.

Scanner Pro (iPhone-App) und Evernote

Beim Sammeln der Notizen bin ich nicht an den iMac oder das MacBook Air gebunden. Unterwegs fotografiere ich zum Beispiel an Konferenzen mit dem iPhone die Whiteboards und sende die Fotos direkt zu Evernote. Oder ich lese im Zug in einer Fachzeitschrift einen Artikel, den ich mit der iPhone-App Scanner Pro scanne und direkt zu Evernote sende.

Google Docs

In Google Docs erstelle ich ein neues Dokument mit dem Gerüst des Hintergrund-Beitrages, je nachdem chronologisch oder mit einem dramaturgischen Aufbau. Dann werte ich die gesammelten Evernote-Notizen aus und erhalte so das Fundament mit vielen Fakten, aufgrund denen ich mir (wieder in Evernote mit Checkbox) eine Frageliste zusammenstelle.

Diese Frageliste arbeite ich in Informationsgesprächen und Interviews mit Fachleuten Pro und Contra ab, so dass Stockwerk für Stockwerk mein Hintergrundbeitrag entsteht. Parallel dazu versuche ich, einen Interviewtermin mit einer oder mehreren Schlüsselpersonen zu erhalten. Die Zitate aus einem solchen Interview sind dann Fenster und Dach, sie bieten Einblicke und schliessen den Hintergrundbericht ab.

Im Idealfall erhalte ich dabei sehr prägnante Zitate, wie vom russischen Vize-Ministerpräsidenten: “Russland hat zwei Probleme, Dummköpfe und Strassen!”

Manchmal passiert es aber genau umgekehrt. So konnte ich zum Beispiel vor einem Jahr unverhofft ein Hintergrundgespräch mit dem Berater des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew führen — und sammle seither in Evernote die Notizen zu Arkadi Dworkowitsch. Spätestens im Frühjahr 2011 ist die Zeit reif für “seinen” Hintergrundbericht.

Dropbox

Neben der eigentlichen journalistischen Arbeit gibt es jede Menge Bürokratie und andere mehr oder weniger angenehme Nebenbeschäftigungen, deren Dokumente ich in der Dropbox speichere und mit allen Geräten synchronisiere. Von der Korrespondenz über Rechnungen bis hin zum gescannten Führerschein, Pass, Visa etc. (die ich zusätzlich noch in Evernote deponiert habe). Auf meinen Macs habe ich gar keine Ordner mehr, alles steckt direkt in der Dropbox, zu der ich von jedem meiner Geräte Zugriff habe, auch vom iPhone.

Wenn ich mich richtig erinnere, war Dropbox im Sommer 2008 der erste Dienst in the cloud, den ich entdeckte. Google ausgenommen, das es ja schon seit (Web-)Jahrhunderten gibt. Zwischenzeitlich synchronisierte ich damit auch mein Fotoarchiv in iPhoto, was sich aber nicht bewährte, weil sich die Geräte wegen der grossen Datenmenge beinahe zu Tode synchronisierten.

Wie Evernote ist die Dropbox ein geniales Tool, ohne das ich mir meine Arbeit gar nicht mehr vorstellen kann. Beide synchronisieren die Daten automatisch zwischen der Web-Plattform, meinen verschiedenen Macs und dem iPhone. Und wenn die Dropbox für immer den Deckel schliesst, kann ich meine Daten problemlos auslagern.

Fazit

Als Journalist in the cloud habe ich mir nach der heuristischen Methode Versuch und Irrtum ein Equipment zusammengestellt, das meine wichtigsten Ansprüche erfüllt: Kompakt, zuverlässig und sicher muss mein Arbeitsgerät sein.

Die Liste der von mir verwendeten Hardware und Software inklusive Browser und browserbasierter Software ist natürlich nicht sakrosankt. So kann es durchaus sein, dass ich bestehende Geräte und Dienste durch neue ersetze — oder ganz neue entdecke.

Als Russland-Journalist weiss ich: Nichts ist so, wie es aussieht. Und als Journalist in the cloud habe ich vor allem eines gelernt: Nichts bleibt, wie es ist.

5 Responses to “Als Journalist “in the cloud””

  1. Chapeau, chapeau! Ihre Analyse und Darstellung scheinen mir brillant. Für mich als gelegentlich recherchierenden Amateurhistoriker ist ein derartiges Niveau von Computernutzung nicht anwendbar und auch nicht nötig. Aber jetzt weiß ich endlich, was mit cloud computing gemeint ist und wer es wirklich braucht.

    Meinen seit Jahren mit iPhone arbeitenden (und davon begeisterten) Töchtern schicke ich den Artikel. Ich bin neugierig, ob und was sie antworten werden.

    Ihre Darstellung könnte man als Lehrmaterial für Universitäten und Journalistenschulen empfehlen, und die Professsoren müßten sich bei Ihnen bedanken.

  2. danke für deinen kommentar zu meinem entsprechenden artikel. im gegensatz zu dir bin ich selten richtig auf achse und schlage mich auch weniger mit hardware und internetzugriffen herum. ich kann mir aber gut vorstellen, dass on the road der aspekt der offline-bearbeitung und effizienten datensicherung noch gewichtiger ist.

  3. Wow, ich wollte schon immer mal wissen, wie ein Journalist aus der heutigen Zeit Arbeitet, wie er seine Daten Transportiert. Dass er nicht einen Buss mit Aktenschränken überall dabei hat, hab ich mir gedacht, aber dass alles so Cloud basiert stattfindet überrascht mich schon.

    Wenn ich ihre Hardware und Software Ausstattung so anschaue sehe ich vieles was ich auch nutze, genial, freut mich zu lesen (verfilme zur Zeit meine Hardware und werde sie nächstens in mein Blog stellen).

    Was mich aber beim durchlesen dieses Blog Beitrages ein bisschen nachdenklich gestimmt hat (auch in Ausblick auf meinen Beitrag) die Daten befinden sich in der Cloud, die Dienstleister dieser sind sicherlich sehr stark darauf bedacht, dass diese nicht gehackt werden oder sonnst irgendwie für unbefugte zugänglich gemacht werden können – wäre ja ein Todesurteil für eine solche Cloud-Firma, aber wie steht es mit den Geräten haben sie ihr MacBook Air und ihr iPhone genügend gesichert? Oder gehen sie (auch wie ich) den bequemen Weg und speichern die Passwörter in der App – für die Veröffentlichung ab – diese Frage bitte nicht beantworten nur so als Gedankenanreger. Denn wenn eines ihrer Geräte verloren geht oder noch eher geklaut wird, kommen (sofern die Diebe einen gewissen Grad an Intelligenz besitzen) sie sehr schnell an ihre, teilweise ja auch wichtigen Daten (ID/Pass/Kreditkarten) ran.

    Ich weiss ein iPhone kann aus der ferne gelöscht werden, dafür braucht man aber zuerst schnell einen Zugang ins Web, bevor der evtl. kluge Räuber die SIM Karte entfernt hat.

    Wie gesagt, dies sollte nicht als Kritik dienen, ich nutze all diese Dienstleistungen auch, ich liebe die Dropbox, und darüber läuft bei mir fast alles wie bei Ihnen, mich würde es nur wunder nehmen wie Sie darüber denken. Oder haben sie wie ich bin anhin sich darüber keine/wenige Gedanken gemacht?

    PS: ich hoffe Sie als Journalist entschuldigen meine wahrscheinlich zahlreichen Rechtschreibfehler, mit der Sprache hatte ich es noch nie so *g* schreibe aber trotzdem für mein Leben gerne in meinen Blogs :)

  4. Herzlichen Dank für die ausführliche Rückmeldung, die ich gerne beantworte!

    Vorausgeschickt sei, dass ich in den deutschsprachigen Ländern als Journalist “in the cloud” eher die Ausnahme als die Regel bin. Das zeigen auch die erstaunten Reaktionen von Journalistenkollegen auf diesen Beitrag.

    Zu Ihrer Frage nach der Sicherheit in der Cloud, respektive der Geräte:

    Sicherheitsrelevante Daten (z.B. Bank) verschlüssle ich mit TrueCrypt in versteckten Containern («hidden volumes»). Dort sind sie kaum zu finden und die Entschlüsselung würde auch mit den schnellsten Riesencomputern irgendwelcher Regierungsstellen einige Jahre dauern.

    Über den gescannten Führerschein, Pass, Visa, Flugtickets etc. mache ich mir weniger Sorgen. Diese kann ich im Falle eines Diebstahls der Hardware schnell sperren lassen.

    Deshalb hält sich meine Angst vor einem Diebstahl in engen Grenzen. Vor allem, weil ich das iPhone (siehe Apple-Support) zusätzlich aus der Ferne löschen kann.

    Aber Sie haben Recht:

    Ein gewisses Risiko bleibt immer, wenn man Informationen schriftlich in einem Medium festhält. Sei dies im iPhone oder in einem Moleskine-Notizbuch. Weg ist weg. Man sollte sich deshalb (nicht nur) als journalistischer Nomade regelmässig Gedanken über die Datensicherheit machen und sein Equipment entsprechend updaten!

  5. Ich finde das toll, dass Sie den Schritt in die Cloud geschafft haben, dies wird ganz sicher die Zukunft sein der Computer (so wie die Zeichen jetzt stehen).

    Das ein Gerät von jemanden geklaut wird der so gut gebildet ist und weiss wie man ein iPhone hackt, bevor es der Besitzer “ferngelöscht” hat bezweifle ich genauso dass dieser es schafft die Verschlüsselung zu knacken(vor allem mit solch einem Algorithmus eh “unmöglich”). Ich wollte mehr wissen, ob Sie sich darüber gedanken gemacht haben, und dies scheint mir anhand Ihrer Antwort auch geschehn zu sein.

    Wenn wir ehrlich sind wie schon geschrieben ist die Chance wirklich klein die meisten die ein solches Gerät klauen denen geht’s eh nur um den weiterverkauf des Gerätes selber (das schnelle Geld) und nicht um die darauf befindlichen Daten, aber dies könnte ja in Zukunft wenn immer mehr Daten in die Cloud gehen ändern.
    Aktuell würde einem kleinen Blogger wie mir sicherlich niemand mein iPhone entwenden nur wegen den Daten, ich könnte mir aber vorstellen (um endlich mal auf den Punkt zu kommen *g*) das eine Person in der Öffentlichkeit wie sie da schon um einiges interessanter werden könnte für einen solchen gezielten angriff.

    Wie gesagt viele wenn und deshalb auch gut, wenn Sie sich gedanken darüber machen und handeln (updaten)

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