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“Rätselhafter” Matrose Wakulintschuk als Gravatar bei Krusenstern-Kommentaren

Publiziert am 15. Februar 2009 von Krusenstern

Zürich * Ein “rätselhafter” Matrose erscheint bei einigen Krusenstern-Kommentaren und führte zu neugierigen Anfragen. Nur Cinéasten erkennen den Schauspieler Alexander Antonow, welcher 1925 den матрос Вакулинчу́к * Matrosen Wakulintschuk vom “Panzerkreuzer Potemkin” darstellte. Wir erzählen die Geschichte dahinter und zeigen, wie man zu einem eigenen Gravatar kommt.

Filmplakat aus dem Jahre 1927 für Eisensteins Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin".

Filmplakat aus dem Jahre 1927 für Eisensteins Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin mit dem Matrosen Wakulintschuk.

Der “rätselhafte” Matrose ist vom Panzerkreuzer Potemkin

Die Kommentare in Krusenstern werden mit einem kleinen Foto illustriert, welches als Avatar oder genauer Gravatar bezeichnet wird. Dieser global verfügbare Avatar (Global Recognized Avatar) ist mit der E-Mail-Adresse des Benutzers verknüpft und zeigt ein Foto des Kommentierenden.

Vielerorts zeigt der Gravatar aber nur ein hässliches hellblaues Feld mit einem “G” für Gravatar. Dieses habe ich ersetzt durch das “Foto” eines Matrosen aus dem russischen Revolutionsjahr 1905. Damals kam es zur Meuterei der Besatzung des russischen Kriegsschiffes Князь Потёмкин Таврический * Knjas Potjomkin Tawritscheski (Fürst Potjomkin von Taurien) gegen deren zaristische Offiziere.

Der Regisseur Sergej Eisenstein verfilmte die tragischen Ereignisse 1925 unter dem (deutschen Verleih-)Titel “Panzerkreuzer Potemkin” – lehnte sich allerdings sehr frei an die tatsächlichen Ereignisse an: Die Meuterei fand nämlich im Hafen von Sewastopol statt, wo es weit und breit keine so eindrucksvolle Treppe gibt, wie sie Eisenstein für seine legendäre Massenszene brauchte. Der Stummfilm wurde deshalb in Odessa gedreht und am 21. Dezember 1925 im Moskauer Bolschoi-Theater als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Revolution des Jahres 1905 uraufgeführt.

Zurück zum матрос Вакулинчу́к * Matrosen Grigori Wakulintschuk auf dem Gravatar. Dieser wurde vom 1962 verstorbenen Charakterschauspieler Alexander Antonow * Александр Антонов dargestellt. Wie das Bild oben zeigt, ist es ein Ausschnitt aus einem Filmplakat der Госкино * Goskino aus dem Jahre 1927.

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Sie erhalten nur eine E-Mail mit einem Link, auf den Sie klicken können und der Sie wieder zurück auf die Website von Gravatar bringt. Dort können Sie zuerst ein Passwort wählen und dann Ihr Porträtfoto hochladen. Ab sofort wird bei Ihren Kommentaren in Krusenstern (und natürlich in vielen anderen Weblogs und Websites auch) Ihr Foto angezeigt – und nicht der матрос Вакулинчу́к.


About this story:

Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Wikipedia, Gravatar.

Personalities: Sergei Eisenstein, матрос Вакулинчу́к * Matrose Grigori Wakulintschuk, Alexander Antonow * Александр Антонов.

Copyrights: © Fotos: Wikipedia.

Trotz sorgfältiger Recherche kann der Text unvollständige Fakten oder nicht korrekte Angaben enthalten, die bei Rückmeldungen selbstverständlich umgehend korrigiert werden.


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  • 2 Kommentare für diesen Artikel

    1. Andreas SolfNo Gravatar schreibt:

      Ich habe das mit dem Gravatar soeben ausprobiert. Nun bin ich neugierig, ob es funktioniert.

      Doch klappt. War ein Test nach Gebrauchsanweisung. Danke Jürg, - für die nützliche Information.

      Freundlichst

      A.S.

    2. SvenNo Gravatar schreibt:

      Mir persönlich war die “Bilderlose” Zeit in den Blogs immer recht angenehm. Abgesehen vom Blogbetreiber, der bildlich ja oft irgendwo zu sehen ist, konnte man recht wertneutral die Kommentare durchlesen und ggf. darauf antworten.

      Jetzt erwische ich mich des öfteren wie ich versuche das Bild mit dem Text abzugleichen was zu einer Beschleunigung der Vorurteile führt. Mein persönliches Fazit daher : Ohne Gravatar ist es mir fast lieber.

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    Kommentare

    • engel: Ihr Artikel ist super amüsant und sehr informativ. Ich habe 14 Jahre auf der Krim gewohnt. Freue mich über...
    • Mueller und Meier: Bin gerade jetzt in Odessa und es erinnert tatsaechlich stark an Russland. Mehr Schein als Sein...
    • robert: @ Herr Kursell: Frau Pugacheva war die erste Künstlerin welche in einem Song (Arlekino) ein Schauspiel...
    • robert: Also ich muss sagen ich liebe Pugachevas Stimme. Sie ist prägnant, hat einen exzellenten...
    • Serg: Weiß jemand ob dieser Film jemals im Ausland präsentiert wird?

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