Moskau * Das europaweit erste Russische Zentrum der Stiftung Russki Mir wurde heute in der belgischen Université de Mons-Hainaut eröffnet. Die Stiftung Русскии мир * Russki Mir (Russische Welt) wurde 2007 von Ex-Präsident Wladimir Putin gegründet und schafft ein weltweites Netz Russischer Zentren zur Förderung der russischen Sprache und Kultur. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vorderhand kein Russisches Zentrum geplant.
Enzyklopädien, Handbücher, Wörterbücher, Belletristik, Lehrbücher und Kinderliteratur bieten die Russischen Zentren in ihren Bibliotheken mit je rund 1.000 Werken an, aber auch Multimedia- und Lernprogramme für die russische Sprache.
Wladimir Putin gründete “Russki Mir” zur Förderung der russischen Sprache und Kultur
Die Stiftung Русскии мир * Russki mir (Russische Welt) wurde 2007 vom damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin gegründet und schafft ein weltweites Netz Russischer Zentren zur Förderung der russischen Sprache und Kultur. Direktor von Russki Mir ist der Politologe Wjatscheslaw Nikonow, Vordenker von Putins Politik und Leiter der Stiftung Einheit für Russland, die der Kremlpartei Einiges Russland * Единая Россия nahesteht.
Für die Kulturarbeit seien jährlich umgerechnet 12,8 Millionen Euro Haushaltsmittel eingeplant, sagte Nikonow damals. Zusätzlich erhalte Russki Mir namhafte Spenden der russischen Wirtschaft. Er stellte seinen Fonds in eine Reihe mit dem Goethe-Institut oder dem British Council. Allerdings richte Russki Mir keine festen Institute im Ausland ein, sondern gebe auf Antrag Geld für verschiedene Projekte: “Wir haben eine Netzwerkstruktur.”
Russisch ist die „grösste Diaspora-Sprache der Welt“
Vorerst konzentriere sich Russki Mir auf die Ex-Sowjetrepubliken, das Baltikum und Osteuropa, wo Russisch früher Pflichtsprache war. „Damals wollte keiner Russisch lernen, wer aber heute dort einen guten Job will, braucht Russisch.“ Nikonow nannte Russisch die „grösste Diaspora-Sprache der Welt“. Neben den etwa 140 Millionen Russen im eigenen Land gebe es weitere 160 bis 170 Millionen Menschen russischer Herkunft weltweit.
Zentrum der Русскии мир ist – logischerweise – Moskau mit dem Russischen Zentrum - Auditorium der Russischen Welt. Russische Zentren gibt es derzeit schon in Hakodate (Japan), Jerewan (Armenien), Duschanbe (Tadschikistan), in den Städten Kant und Osch (Kirgisien) sowie in Astana und Ust-Kamenogorsk (Kasachstan). Weitere Russische Zentren sollen entstehen in Aserbaidschan, Belarus, Guatemala, Indonesien, Italien, Lettland, Litauen, Moldawien, Ungarn, Usbekistan und Vietnam.
“Russki Mir”: europaweit erstes Russisches Zentrum in Belgien
Das europaweit erste Russische Zentrum der Stiftung Russki Mir wurde heute in der belgischen Université de Mons-Hainaut eröffnet. Politiker aus Russland und Belgien sowie der Direktor der königlichen Bibliothek Belgiens feierten die Eröffnung des Russischen Zentrums in Mons.
Das Russische Zentrum bietet neben einer Bibliothek mit rund 1.000 Werken (Enzyklopädien, Handbücher, Wörterbücher, Belletristik, Lehrbücher und Kinderliteratur) auch Multimedia- und Lernprogramme für die russische Sprache an. Die Besucher des Russischen Zentrums haben zudem über das Internet kostenlosen Zugang zu den wichtigsten russischen Medien.
Trotz vier Millionen russischsprachiger Menschen kein Russisches Zentrum in Deutschland
In den deutschsprachigen Ländern ist vorderhand kein Russisches Zentrum geplant, obwohl alleine in Deutschland rund vier Millionen Menschen mit Wurzeln in Russland leben. Wie Russki Mir-Direktor Wjatscheslaw Nikonow aber schon im April 2008 erklärte, soll ein Russomobil durch Deutschland fahren. Dieses РуссоМобиль – ein Minibus mit jungen Russischlehrern an Bord – soll als rollendes Kulturinstitut deutsche Schulen besuchen, um die russische Sprache populär zu machen.
Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Russki Mir, RIA Novosti.
Personalities: Wladimir Putin, Wjatscheslaw Nikonow.
Copyrights: © Fotos: Russki Mir.
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