Ossingen * Eine wertvolle Rubel-Münze aus der Zeit von Zarin Katharina der Grossen hat ein Kindergärtler in einem Acker nördlich von Winterthur gefunden. Die Kantonsarchäologie Zürich vermutet, ein russischer Soldat den Rubel verlor dass der Rubel zur Zeit verloren ging, als General Suworows Armee im Jahr 1799 gegen Napoleon durch die Schweiz zog.

Rubel mit Katharina II., Vorderseite, gefunden in Ossingen.

Rubel mit Katharina II., Rückseite, gefunden in Ossingen.

Die Vorderseite des Rubels von 1764 zeigt Katharina die Grosse mit umgelegtem Hermelin, das kyrillische Kürzel СПБ * SPB steht für den Prägeort Sankt Petersburg. Die Rückseite zeigt den gekrönten Doppeladler mit Zepter und Reichsapfel in den Fängen. Im Wappenschild auf der Brust des Adlers bekämpft der Heilige Georg den Drachen und über den Adlerköpfen ist neben der Jahreszahl der Münze in kyrillischer Schrift рубль * Rubel eingeprägt.

© Foto: Kantonsarchäologie Zürich

Der Katharinen-Rubel entsprach 1799 einem Wochenlohn

Die wertvolle Rubel-Münze aus der Zeit von Zarin Katharina II. der Grossen * Екатерина Великая hat ein Kindergärtler auf einem Acker bei Ossingen nördlich von Winterthur gefunden. Das Stück wurde 1764 in Sankt Petersburg geprägt und zeigt auf der Vorderseite ein Brustbild der Herrscherin, auf der Rückseite den gekrönten Doppeladler.

Die Kantonsarchäologie Zürich vermutet, ein russischer Soldat den Rubel verlor dass der Rubel zur Zeit verloren ging, als General Suworows Armee 1799 gegen Napoleon durch die Schweiz zog. Das Stück sei wohl durch das Umpflügen des Ackers an die Oberfläche befördert worden, erklärte Kantonsarchäologin Renata Windler: “In der Region Zürich gibt es mehrere Funde von Uniformknöpfen und kleinen Ikonen, welche die russische Präsenz belegen.” Mit dem Katharinen-Rubel wurde aber erst die zweite russische Münze aus dieser Zeit gefunden.

Der Rubel * Рубль hatte damals einen beträchtlichen Wert und dürfte dem Wochenlohn eines Handwerkers entsprochen haben. Der heutige Wert sei nicht in Franken zu beziffern, erklärte die Kantonsarchäologin: “Für uns zählt der historische Wert.” Der ehrliche Finder erhielt von der Zürcher Kantonsarchäologie als Finderlohn eine exakte, versilberte Kopie der Münze sowie eine Taschenlampe.

Derzeit liegt die Münze im Münzkabinett Winterthur. Ab Januar 2009 soll der Rubel im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden.


About this story:

Sources: Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Kantonsarchäologie Zürich.

Personalities: Katharina II. die Grosse * Екатерина Великая.

Copyrights: © Foto: Kantonsarchäologie Zürich.

Trotz sorgfältiger Recherche kann der Text unvollständige Fakten oder nicht korrekte Angaben enthalten, die bei Rückmeldungen selbstverständlich umgehend korrigiert werden.

One Response to “Schweizer Kindergärtler findet Katharinen-Rubel von 1764 im Acker”

  1. Unter dem schönen Titel

    “Suworow war nie in Ossingen”

    korrigiert die Neue Zürcher Zeitung NZZ die Medienmitteilung der Kantonsarchäologie Zürich:

    “[…] Verloren haben könnte die Münze ein russischer Soldat, der im Heer von General Viktor Suworow Napoleon Bonaparte entgegengezogen sei, hiess es zum Hintergrund des Fundes.

    Zahlreiche Reaktionen aus der Leserschaft machten daraufhin rasch deutlich, dass sich geschichtskundige Leser ein X nicht für ein U vormachen lassen. Er frage sich, wie eine Münze aus der Gegend des Gotthard-, Kinzig-, Pragel- oder Panixerpasses bis nach Ossingen gerollt sein könnte, merkte ein Leser an, denn Suworow habe sich wohl in den Alpen, nie aber im Kanton Zürich aufgehalten.

    […] Andere Leser riefen in Erinnerung, dass die russischen Truppen im Raum Zürich unter dem Kommando von General Korsakow gestanden haben.

    […] Die Absenderin der ursprünglichen Information, die Zürcher Kantonsarchäologie, räumt auf Anfrage ein, ihre Mitteilung habe wahrscheinlich leicht missverstanden werden können. Dort hiess es über die Münze: «Womöglich hat sie ein russischer Soldat verloren. So zogen russische Truppen unter der Führung von General Viktor Suworow während des Zweiten Koalitionskrieges 1799 gegen Napoleon Bonaparte durch die Schweiz.”

    Die Argumente der aufmerksamen NZZ-Leser sind nachvollziehbar. Ich werde selbstverständlich meinen Text entsprechend ändern.

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