Für den Kooperations-Rat Schweiz/Russland ist es eine grosse Freude, heute einen Schweizer Medienmann mit dem Schweizerisch-Russischen Journalistenpreis 2008 auszuzeichnen, der nicht einen, sondern eine ganze Reihe herausragender Beiträge über Russland verfasst hat.
Christoph Müller ist dem Publikum als kritischer, unabhängiger und bereits mehrfach ausgezeichneter Leiter und Autor zahlreicher Sendungen ein Begriff. Als Reporter berichtete er für Wirtschafts- und Nachrichtenmagazine des Schweizer Fernsehens SF aus den Krisenregionen der Welt, er war beim Fall der Berliner Mauer dabei und hat die bewegten Jahre während und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den Jahren 1991 bis 1996 als Korrespondent in Moskau miterlebt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Sibirien, in den Kaukasus, nach Südafrika und Australien.
Sein beruflicher Hintergrund mit Studien in Sozialpsychologie und Geschichte, seine Wanderjahre beim Theater, in der Werbung und als Journalist, befähigten Christoph Müller auch in seiner späteren Verantwortung als Korrespondent und Sendeleiter, hinter jedem Ereignis und jeder Reportage auch immer die Menschen zu sehen und zu spüren.
Aus der Fülle seines Schaffens seien hier die Filmbeiträge über die Familie Kalojew erwähnt. Unter dem Titel „Tragödie ohne Ende“ hat er in den vergangenen Jahren verschiedene Male über den Flugzeugzusammenstoss bei Ueberlingen berichtet und im Besonderen das schwere Schicksal von Vitali Kalojew beleuchtet. Christoph Müller hat diese geradezu antik anmutende Tragödie in ihrer ganzen Tiefe beleuchtet und ein Thema dieser Beiträge war immer auch das Unverständnis, das die Schweizer Behörden und die Flugsicherung „Skyguide“ gegenüber den betroffen Familien aus Russland an den Tag legten. Ausschnitte aus Christoph Müllers Filmen über die Familie Kalojew wurden auch in den grossen russischen Fernsehstationen, in Deutschland und Dänemark gezeigt. Er durfte schliesslich im vergangenen Jahr Vitali Kalojew aus der Schweiz nach Hause begleiten und wird sein Schicksal weiter verfolgen.
Aber es gibt auch die heitere Seite von Christoph Müller: seine leicht ironischen Geschichten über den russischen Adel in der Schweiz, über Gregori Yourjewski, einen Nachfahren Alexanders des II., der in der Schweiz aufgewachsen ist, einen Schweizer Pass hat und nun wieder seine russischen Wurzeln sucht.
„Dank meinem Beruf als Reporter habe ich grosse Teile der neueren Geschichte vor Ort erleben dürfen,“ sagt Christoph Müller und wir glauben ihm gerne, dass er seinen Beruf liebt.
Danke für Ihre grossartige Arbeit, danke, dass Sie mit Ihrer Arbeit so viel zur gegenseitigen Verständigung und zum gegenseitigen Respekt beitragen!
Alle Beiträge zur Preisverleihung in Moskau
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: Verleihung in Moskau (Vorschau)
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: (Hauptbeitrag)
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: Die schönsten Fotos von der Preisverleihung
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: Laudatio für Jürg Vollmer
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: Laudatio für Christoph Müller
Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2008: Empfang in der Schweizer Botschaft
Botschafter Erwin H. Hofer: “Alte Bilder und neue Realitäten in Russland”
25 “Postkarten”-Fotos aus Moskau, vom Kreml bis zur Aljonka-Schokoladefabrik

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