Ab 1. August 2011 werde ich als neuer Redaktionsleiter der «Aroser Zeitung» tätig sein. Mit dieser kleinen, lokalen Wochenzeitung im Kanton Graubünden eröffnet sich mir ein anspruchsvolles neues «Fachgebiet» – höchste Zeit für eine konsequente Entflechtung meiner Online-Identitäten. Continue reading »

Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti gründet unter dem Namen RIA Media Lab ein neues Innovationszentrum für Mediaforschung. Das Lab soll die Tendenzen des Mediamarktes analysieren, Trends prognostizieren, Innovationen implementieren und Journalisten ausbilden. Continue reading »

Der Zürcher Sechseläutenmarsch ist ein Militärmarsch aus Russland. Die «Hymne» der Stadt Zürich wurde als «Marsch der Fusstruppen zur Zeit Suworows» populär und wird auch heute noch in Russland bei Militärparaden gespielt. Ein musikhistorischer Rückblick mit Video und mp3-Hörstück. Continue reading »

Das Passport-Notizbuch als “Kopie” vom Reisepass der Russischen Föderation ist ein Hingucker. Über den (Un-)Sinn, seine Notizen in einem Reisepass-ähnlichen Notizbuch zu machen, kann man diskutieren — aber besser nicht am Zollschalter in Russland.

Passport-Notizbuch als Reisepass aus Russland Reisepass aus Russland, Original

Das Passport-Notizbuch (links) und der Reisepass der Russischen Föderation.
Bitte nicht verwechseln!

(Fotos: Hersteller)

Das Passport-Notizbuch als “Kopie” vom Reisepass der Russischen Föderation habe ich heute zum ersten Mal gesehen — und ziemlich entgeistert zugeschaut, wie der Tourist am Schalter im Hauptbahnhof Zürich die Abfahrtszeiten seines Zuges nach Genf in seinem “Reisepass” notierte.

Mit den Seitenmassen 8,5 cm x 12,5 cm und 33 (leeren) Seiten sieht das Passport-Notizbuch auf den ersten Blick aus wie ein Reisepass der Russischen Föderation. Erst auf den zweiten Blick fallen das “A” anstelle des kyrillischen “д” in Росси́йская Федера́ция und das pseudo-kyrillische “Notebook” unter dem Wappen auf.

Kaufen kann man das Passport-Notizbuch zum Beispiel bei Amazon. Über den (Un-)Sinn, seine Notizen in einem Reisepass-ähnlichen Notizbuch zu machen, kann man diskutieren — aber besser nicht am Zollschalter in Russland.

Ich persönlich bevorzuge seit Jahren die extra robusten, fadengehefteten Reporter-Notizbücher, die es von Moleskine gibt.

Reporter-Notizbuch

Extra robustes, fadengeheftetes Reporter-Notizbuch von Moleskine.

(Foto: Hersteller)

Wenn ein Elternpaar in Russland sein Kind «Dada» tauft, zahlt das Schweizer Künstlerduo Com&Com 10’000 Dollar. Die Aktion GUGUSDADA wird erst am 11. März in Moskau präsentiert, ist aber heute schon eines der meist diskutierten Projekte der 4. Moskauer Biennale für zeitgenössische Kunst, die im Herbst 2011 stattfindet.

DADA in Russland, Foto aus Com&Com-Video

Das Schweizer Künstlerduo Com&Com zahlt 10’000 Dollar an russische Eltern, die ihr Kind «Dada» taufen.

(Foto: Com&Com)

Die 4. Moskauer Biennale für zeitgenössische Kunst findet erst im Herbst 2011 statt. Ein Projekt sorgt in Russland aber schon ein halbes Jahr vor der Ausstellung für heisse Diskussionen: Das Schweizer Künstlerduo Com&Com veröffentlichte auf Youtube ein Video, in dem sie russischen Eltern 10’000 Dollar bieten, wenn diese ihr im September bis Oktober 2011 geborenes Kind auf den Namen «Dada» taufen.

Bei maiak.info finden Sie meine ausführliche Berichterstattung mit Fotos und einem Video über:
Alles GugusDada? 10′000 Dollar für ein Kind namens «Dada» in Russland

Der russische Pianist Dmitri Demiashkin gilt als «eines der phänomenalsten und aufregendsten Talente seit Jahrzehnten». Fern von Glanz und Glamour lebt der Russe aber bescheiden in der Nähe von Zürich und fischt frühmorgens am See in Gummistiefeln nach Zander.

Dmitri Demiashkin 23

Dmitri Demiashkin gilt als «eines der phänomenalsten
und aufregendsten Talente seit Jahrzehnten.».

(Foto: Jürg Vollmer / maiak.info)

Der 29-jährige Dmitri Demiashkin ist ein grosser russischer Pianist und ein leidenschaftlicher Fischer. Sein Lebensweg führte Dmitri mit sieben Jahren aus der mordwinischen Stadt Saransk über das tatarische Kasan nach Moskau.

Nach Konzerten in fünfzehn Ländern, nach Auftritten in Radio und Fernsehen kam der 15jährige Dmitri Demiashkin durch die Margess International of Switzerland Meisterkurse erstmals in die Schweiz, wo er mit Hilfe der Stiftung Lyra am Konservatorium Winterthur und an der Zürcher Hochschule der Künste ZHDK sein Studium abschloss.

Wladimir Fedossejew holte Demiashkin nach Russland, um mit ihm unter anderem das 1. Klavierkonzert von Chopin aufzuführen. Musikkritiker attestieren Dmitri Demiashkin, er sei «eines der phänomenalsten und aufregendsten Talente seit Jahrzehnten.»

Bei maiak.info finden Sie meine ausführliche Berichterstattung mit Fotos über:
Der Pianist Dmitri Demiashkin gilt als aufregendstes Talent seit Jahrzehnten

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III» heisst ein witziger Video von Florian Friedrich, der am Europäischen Wettbewerb für Studierende und Auszubildende im audiovisuellen Bereich 2010 den 2. Preis in der Kategorie Werbefilm gewonnen hat. Hauptdarsteller sind ein Lada Niva und zwei Kosmonauten.

Lada Niva Roscosmos Edition, Videofilm

(Szenenbild aus «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»
von Florian Friedrich, Hochschule für Fernsehen und Film HFF München)

Der Lada Niva 1.7i 4×4 ist ein eher eigenwilliges Fahrzeug: Der russische Geländewagen beschleunigt in sagenhaften 22 Sekunden von 0 auf 100, erreicht eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h und wird in die Energie-Effizienzkategorie G eingeteilt (sehr dunkelrot!).

Produziert wird der Lada Niva seit 1976 in den Wolga-Automobil-Werken AwtoWAS der russischen Stadt Togliatti, rund 1’000 Kilometer südöstlich von Moskau. Gegenüber der Stadt liegt die Schiguli-Gebirgskette, was uns zu den Wurzeln des Lada Niva führt: Basis des Niva (oder WAS 2121, wie er in Russland genannt wird) war der als Schiguli bekannte WAS 2106 (der wiederum auf dem Fiat 124 basiert).

Seit 1976 wurde der Lada Niva zwei Faceliftings unterzogen, die man nicht wirklich als umfassend bezeichnen kann: 1995 bekam der Lada Niva ein neues Armaturenbrett, einen neuen Tacho, ein neues Lenkrad und neue Rückleuchten. 2010 erhielt der Lada Niva nochmals ein neues Armaturenbrett, neue vorderen Blinklichter und das einzige elektronische Bauteil, die Wegfahrsperre am Zündschloss.

Diplomatisch formuliert könnte man sagen, AwtoWAS produziert Fahrzeuge wie den Lada Niva ein bisschen unterhalb des aktuellen Standes der Technik. Dafür kostet der Lada Niva in der Schweiz nur 17’900 Franken — und bietet Stoff für unzählige Bücher sowie Filme.

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

Zum Beispiel für den witzigen Video aus der Hochschule für Fernsehen und Film HFF München, bei dem Florian Friedrich Regie führte. Der schräge Werbefilm gewann am Europäischen Wettbewerb für Studierende und Auszubildende im audiovisuellen Bereich kurzundschön 2010 den 2. Preis in der Kategorie Werbefilm.

Die Jury zu «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

Am Anfang dürfen wir nur zwei Personen sehen. Astronauten? Piloten? Rennfahrer? Wir wissen es nicht, doch die Ästhetik lehrt uns, hier «spielt» jemand den Weltraumfahrer, zumindest scheint es so. Doch was nun folgt, überrascht uns vollkommen!

Die Kamera fährt an einer immens großen Rakete entlang, auf dieser, das sehen wir erst jetzt, steht der Lada Niva, es erscheint uns das Selbstverständlichste der Welt zu sein, dass dieser Wagen auf der Rakete steht, wie einst das Space Shuttle in seinen ruhmreichen Zeiten, und nun passiert das Unglaubliche: Die Rakete fliegt!

Regisseur Florian Friedrich überrascht uns immer wieder aufs Neue. Brilliant ist seine Grundidee, einen Lada auf eine Rakete zu “schnallen”. Seine Darsteller fügen sich perfekt ein, das Kostüm unterstützt die skurile Komik, die sympathischen Helden machen sich auf, den Weltraum zu erobern.

Besonders erwähnenswert ist ferner, dass hier ein «ungesehener» Autospot gezeigt wird, der besonders auf den Charakter des Lada Niva eingeht. Die gekonnte, imposante Postproduktion sowie der herrliche Humor machen die drei Filme über den Lada Niva zu einem beeindruckenden Werbefilmerlebnis, dass die Jury restlos überzeugt hat!

Credits für «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III», 01:08 Min.
Regie, Drehbuch/Konzept, Schnitt: Florian Friedrich
Kamera: Alke Marianne Scherrmann
Produktion: HFF München & Florian Dünzen
Visual Effects: Christoph Schmidt, Florian Werzinski
Musik/Sound: Berthold Kröker
Hochschule: Hochschule für Fernsehen und Film München in Zusammenarbeit mit
Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg

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