Die iPhone-App Camera+ haben die Programmierer von Tap-tap-tap zusammen mit der kanadischen Fotografin Lisa Bettany entwickelt, welche mit dieser App auch selbst arbeitet. Im Video zeigt Lisa Bettany die Möglichkeiten von Camera+ und auf ihrer tumblr-Website zeigt sie ihre Bilder, die sie mit dem iPhone aufgenommen hat. Continue reading »

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III» heisst ein witziger Video von Florian Friedrich, der am Europäischen Wettbewerb für Studierende und Auszubildende im audiovisuellen Bereich 2010 den 2. Preis in der Kategorie Werbefilm gewonnen hat. Hauptdarsteller sind ein Lada Niva und zwei Kosmonauten.

Lada Niva Roscosmos Edition, Videofilm

(Szenenbild aus «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»
von Florian Friedrich, Hochschule für Fernsehen und Film HFF München)

Der Lada Niva 1.7i 4×4 ist ein eher eigenwilliges Fahrzeug: Der russische Geländewagen beschleunigt in sagenhaften 22 Sekunden von 0 auf 100, erreicht eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h und wird in die Energie-Effizienzkategorie G eingeteilt (sehr dunkelrot!).

Produziert wird der Lada Niva seit 1976 in den Wolga-Automobil-Werken AwtoWAS der russischen Stadt Togliatti, rund 1’000 Kilometer südöstlich von Moskau. Gegenüber der Stadt liegt die Schiguli-Gebirgskette, was uns zu den Wurzeln des Lada Niva führt: Basis des Niva (oder WAS 2121, wie er in Russland genannt wird) war der als Schiguli bekannte WAS 2106 (der wiederum auf dem Fiat 124 basiert).

Seit 1976 wurde der Lada Niva zwei Faceliftings unterzogen, die man nicht wirklich als umfassend bezeichnen kann: 1995 bekam der Lada Niva ein neues Armaturenbrett, einen neuen Tacho, ein neues Lenkrad und neue Rückleuchten. 2010 erhielt der Lada Niva nochmals ein neues Armaturenbrett, neue vorderen Blinklichter und das einzige elektronische Bauteil, die Wegfahrsperre am Zündschloss.

Diplomatisch formuliert könnte man sagen, AwtoWAS produziert Fahrzeuge wie den Lada Niva ein bisschen unterhalb des aktuellen Standes der Technik. Dafür kostet der Lada Niva in der Schweiz nur 17’900 Franken — und bietet Stoff für unzählige Bücher sowie Filme.

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

Zum Beispiel für den witzigen Video aus der Hochschule für Fernsehen und Film HFF München, bei dem Florian Friedrich Regie führte. Der schräge Werbefilm gewann am Europäischen Wettbewerb für Studierende und Auszubildende im audiovisuellen Bereich kurzundschön 2010 den 2. Preis in der Kategorie Werbefilm.

Die Jury zu «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

Am Anfang dürfen wir nur zwei Personen sehen. Astronauten? Piloten? Rennfahrer? Wir wissen es nicht, doch die Ästhetik lehrt uns, hier «spielt» jemand den Weltraumfahrer, zumindest scheint es so. Doch was nun folgt, überrascht uns vollkommen!

Die Kamera fährt an einer immens großen Rakete entlang, auf dieser, das sehen wir erst jetzt, steht der Lada Niva, es erscheint uns das Selbstverständlichste der Welt zu sein, dass dieser Wagen auf der Rakete steht, wie einst das Space Shuttle in seinen ruhmreichen Zeiten, und nun passiert das Unglaubliche: Die Rakete fliegt!

Regisseur Florian Friedrich überrascht uns immer wieder aufs Neue. Brilliant ist seine Grundidee, einen Lada auf eine Rakete zu “schnallen”. Seine Darsteller fügen sich perfekt ein, das Kostüm unterstützt die skurile Komik, die sympathischen Helden machen sich auf, den Weltraum zu erobern.

Besonders erwähnenswert ist ferner, dass hier ein «ungesehener» Autospot gezeigt wird, der besonders auf den Charakter des Lada Niva eingeht. Die gekonnte, imposante Postproduktion sowie der herrliche Humor machen die drei Filme über den Lada Niva zu einem beeindruckenden Werbefilmerlebnis, dass die Jury restlos überzeugt hat!

Credits für «Lada Niva: Roscosmos Edition I – III»

«Lada Niva: Roscosmos Edition I – III», 01:08 Min.
Regie, Drehbuch/Konzept, Schnitt: Florian Friedrich
Kamera: Alke Marianne Scherrmann
Produktion: HFF München & Florian Dünzen
Visual Effects: Christoph Schmidt, Florian Werzinski
Musik/Sound: Berthold Kröker
Hochschule: Hochschule für Fernsehen und Film München in Zusammenarbeit mit
Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg

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Internet Movie Database: “Ein neuer Russe”
Wikipedia: “Олигарх”
Netstudien über Boris Beresowski

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